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08 | 07 | 2019

EuRec liefert Zerkleinerer Nr. 3 nach Rumänien

Wir betreiben die Anlage nun seit sieben Jahren. Insgesamt haben wir sehr gute Erfahrungen mit EuRec Maschinen gemacht.

- Herr Alexander Remmert | Geschäftsführer von RETIM

Die Firma RETIM Ecologic Service SA wurde 1997 als Joint Venture zwischen der Stadtverwaltung von Timişoara und der deutschen Firma RWE gegründet. Später wurde das Geschäft von REMMERT RECYCLING ROMANIA übernommen. Beide Anteilseigner halten 50 % der Anteile.

RETIM Ecologic Service SA hat seine Standorte in Rumänien auf Jimbolia, Geoagiu, Brad und Filiaşi ausgeweitet. RETIM Ecologic Service SA beschäftigt aktuell 60 Mitarbeiter und entsorgt den Abfall von ca. 550.000 Einwohnern. EuRec Maschinen werden von RETIM eingesetzt, um Siedlungsabfall zu behandeln. In Timişoara wurde die gesamte Abfallbehandlungslinie mit EuRec Maschinen ausgestattet.

Die Abfallbehandlungsanlage in Timişoara, welche 2010 in Betrieb ging, wurde für 500 Tonnen Abfall pro Tag ausgelegt.  Die Anlage besteht aus einem EuRec Zerkleinerer, einem Scheibenseparator und einer Rundballen-Verpackungsanlage. Zuerst wird der Abfall auf eine Größe von 300 mm zerkleinert. Dies erfolgt mit dem EuRec Zerkleinerer des Typs S 20, welcher unter schwierigsten Bedingungen seine Arbeit verrichtet. In Abhängigkeit vom zerkleinerten Abfall werden die Werkzeuge alle 3.000 bis 5.000 Stunden überarbeitet oder nach 6.000 bis 10.000 Stunden gewechselt.

Das zerkleinerte Material wird anschließend mit einem Scheibenseparator in zwei Fraktionen abgesiebt. In den Siebunterlauf geht vorzugsweise organisches Material mit einer Größe von bis zu 35 mm. Das abgeschiedene Material is hervorragend geeignet für eine anaerobe Fermentation oder Kompostierung. Schätzungsweise 35.000 Tonnen dieser Fraktion werden pro Jahr erzeugt. Bisher jedoch wurde diese Fraktion zur Entsorgung weitergeleitet. Der Siebüberlauf (ca. 25.000 Tonnen pro Jahr, Teile > 35 mm) wird der Rundballen-Verpackungsmaschine zugeführt.

Während der Verpackung wird das Material auf ca. 0,7t/m³ verpresst, wobei die Verdichtung in den Ballen vom Betriebsmodus des vorgeschalteten Scheibenseparators abhängt. Hohe Verdichtung führt zu einer weiteren, signifikanten Reduzierung der Transportwege. Nach der Verpackung in Ballen wird das heizwertreiche Material mit einem Brennwert von ca. 8.000 kJ/kg zu verschiedenen thermischen Verwertungsanlagen der Zementindustrie verbracht. Im Gegensatz zu konventionellen Abfalltransporten erzeugt der verpackte Müll keinerlei Sickerwasser, welches dann aus den Fahrzeugen tropft, und die Geruchsbelästigung ist ebenso signifikant reduziert bis gar nicht vorhanden. Die Ballen können in der Zementfabrik gelagert und anschließend je nach Bedarf dem Zementofen zugeführt werden.

Herr Alexander Remmert, Geschäftsführer von RETIM, erklärt:

"Wir betreiben die Anlage nun seit sieben Jahren. Insgesamt haben wir sehr gute Erfahrungen mit EuRec Maschinen gemacht. An anderen Standorten in Rumänien verwenden wir auch EuRec Zerkleinerer. Diese Maschinen sind extrem robust und zuverlässig in der Zerkleinerung von gemischten Abfällen. Jedoch werden an anderen Standorten auch Trommelsiebe zur Absiebung verwendet. Die Anschaffungskosten für einen EuRec Scheibenseparator sind etwas höher als die für ein Trommelsieb, aber der Reinigungsaufwand für den Scheibenseparator is beträchtlich geringer. In Abhängigkeit von den Personalkosten kann dies jedoch ein Vorteil sein. Die Verpackung in Ballen läuft auch sehr zuverlässig seit zehn Jahren. Es gibt keine größeren Reparaturen oder Defekte. Wenn die Wartung der Maschine ordnungsgemäß laut Herstellervorgaben durchgeführt wird, ist die Systemkonfiguration sehr zufriedenstellend. Wenn qualitativ hochwertige Folie verwendet wird, sind die Ballen formstabil und leicht zu transportieren. Zusätzlich wird der Abfall stark verpresst, was die Transportkosten signifikant reduziert.“

Aufgrund der positiven Erfahrungen am Standort Timisoara wurde ein weiterer Zerkleinerer vom Typ S 16 am Standort Ghizela (Bezirk Timişoara) im Juli 2017 in Betrieb genommen. Herr Remmert merkt an: "Leider waren wir nicht in der Lage, zugunsten einer kompletten EuRec-Anlage in Ghizela zu entscheiden.

Wir hatten die Gelegenheit, ein aufgearbeitetes Trommelsieb einzusetzen, somit war die Entscheidung schnell klar für uns. Aber für den Zerkleinerungsprozess haben wir eine EuRec-Maschine eingesetzt. Bei gemischtem Siedlungsabfall erreicht die neue S 16 einen Durchsatz von ca. 40 t/h bei einer Motorleistung von 190 kW. Unter Volllast erreicht der Zerkleinerer einen spezifischen Energieverbrauch von ca. 3,6 kWh pro Tonne Inputmaterial. Neben den Konditionierungskosten sind die Verbrauchskosten der zweitwichtigste Betriebskostenfaktor, den man in Betracht ziehen muss.“

Herr Alexander Remmert, Herr Christoph Kottmann, Herr Ovidiu Petoi und Herr Dan Pascu während eines Rundgangs in der Anlage in Timisoara (von links nach rechts)